MALEREI • ZEICHNUNG • FUNDUS

MALEREI

ZEICHNUNG

FUNDUS

Bildfindungen

Das Finden von Lösungen auf der Fläche, die ich mir als jeweiligen Bildträger gewählt habe, ist ein integraler Bestandteil meiner Bilder.
Dabei setze ich mich mit verschiedenen Materialien auseinander, verwende entweder Acryl, Ölkreide oder Bleistift, um einerseits die Vielfalt und anderseits die Grenzen der Malmittel bei der Suche nach einer bestimmten Struktur oder Form zu erforschen.

Während ein Bild entsteht verändert sich durch den Einsatz des Werkstoffs oftmals die Bildwirkung, was mich dazu zwingt, den Arbeitsprozess zu unterbrechen und neu zu überdenken. Hierbei stelle ich Fragen und treffe Entscheidungen, die wichtig sind, damit ich für den Inhalt meiner Bilder, die richtige Form finde. So entstehen Kompositionen für das, was mir wesentlich erscheint: Gesehenes, das Sehen und Wahrnehmen und vor allem Gefühl und Gefühltes. Denn es sind immer die Gefühle, die die Geschicke der Menschen bestimmen. Mein Medium hierfür ist die Malerei, die Zeichnung sowie die Materialcollage. Dabei variieren die Formate zwischen 200 x 200 cm, 10 x 10 cm und kleiner.

Was ich in meinen Bildern suche und finde sind Formen für das, was in Worten nicht ausgedrückt werden kann. Es sind Erfahrungen von Grenzen, an die ich selbst und mit meinen Arbeitsmaterialien stoße. Sie werden getragen von dem ungewissen Ausgang der Überschreitungen und von den Fragen danach, wie weit ich gehen kann und in wieweit der Werkstoff dabei mitspielt.

Collagen

Anlässlich des Um-Sinn-Projektes des Schwerter Ateliers der Ideen  habe ich Geschmack an Collagen gefunden. Die Arbeiten haben eine Größe von 20 x 20 cm und geben meinen Gedanken und Gefühlen zur Zeit des zweiten Corona-Lockdowns Ausdruck. Das gesamte Projekt der Schwerter Mitte ist ebenfalls online einsehbar.

Malerei

In meinen Gemälden, die zumeist mit Acrylfarbe auf Leinwand gemalt sind, steht die Konzentration auf Farbe und Fläche im Vordergrund, wobei das Schaffen von Flächen und Strukturen mein wesentliches Anliegen ist.

Alles braucht eine Struktur und so erschaffe ich eine, indem ich Farbe mit einem Spachtel in mehreren Schichten auftrage. Die Farbe, die mich immer wieder herausfordert, ist Rot. Ich male monochrome Bilder in Rot, aber auch solche, in denen rote Farbflächen und Strukturen mit anderen Farben einen Dialog eingehen und dabei entweder harmonisieren oder sich abstoßen.

Für mich drückt die Farbe Rot das Leben aus, das auch den Tod einschließt. Und zwischen Leben und Tod kann es alle Facetten der Farben geben. Dies ist sozusagen der rote Faden in meiner Malerei.

Zeichnung

Seit ich mich erinnern kann, übt die Natur eine Faszination auf mich aus. Diese unerschöpfliche Kraft, selbst der kleinsten Dinge, bergen Schönheit, Ordnung, Struktur und Geheimnisse.

Ob Wurzel, Samen, angeschwemmte Hölzer, Muscheln, vertrocknete Äste oder tote Libellen, alles, was mir interessant erscheint sammle ich. Sei es im Wald, auf der Straße oder am Meer. Diese Fundstücke werden im Atelier verarbeitet, wobei ich sie teilweise versuche „nur“ einzufangen oder meiner Phantasie freien Lauf lasse und in andere Naturen verwandle. Spannend ist vor allem der Struktur und dem Aufbau der Dinge auf die Spur zu kommen.

Grundlage aller Arbeiten ist die Zeichnung. Teilweise arbeite ich mit Bleistift auf Papier, mit Ölkreide auf Holz oder Acrylfarbe auf Pappe, teilweise auch in Mischtechnik auf unterschiedliche Bildträger.

Die Naturen entwicklen während des Arbeitsprozesses häufig eine Eigendynamik. Es passiert beim künstlerischen Schaffen so etwas wie eine Verselbstständigung des Gesehenen auf der Bildfläche, wobei die Komplexität des Darzustellenden manchmal fast nicht zu stoppen ist. Bei jeder Arbeit geht es, wie in der Natur, um Werden und Vergehen. So ist das Entstehen und Entwickeln eines Bildes vergleichbar mit der Komplexität des Lebens an sich. Wachstum und Wandlung, das sind die Geheimnisse des Lebens und darauf möchte ich mich immer wieder einlassen.

Fundus

Die Reihe von Bildern, die ich unter dem Begriff des Fundus zusammenfasse, hat keinen richtigen Anfang, vor allem aber wird sie immer wieder durch neue Arbeiten erweitert.
In unterschiedlichen Formaten fertige ich die Bilder auf Holz, zum größten Teil mit Ölkreide an. Die Idee hierzu entstand aus dem Wunsch, alles auf die Oberfläche des Holzes zu bringen, was mir einfällt und mir gefällt, darzustellen.

Die Bilder zeigen unterschiedlichste Themen, Motive und Inhalte, von der Zeichnung über realistische Darstellungen bis hin zu abstrakten Bildern. Das Sammelsurium meiner Einfälle wird durch den einheitlichen Bildträger vereint, der das Wesen einer Bilderserie hat.